Der Tiroler Stand folgt den drei Prinzipien für alpine Standplätze:
Kräfte verteilen, ausreichende Sicherheit
Bricht ein Sicherungspunkt bei einem Sturz aus, wird ein weiterer Schlag auf den Stand minimiert.
Schnell und übersichtlich auf- und abzubauen
Aufgebaut wird der Tiroler Stand je nachdem, wie viele Fixpunkte vorhanden sind und, ob eine vernähte Schlinge oder offenes Reepschnurmaterial verwendet wird. Hat man genügend Einzelkarabiner, kann auch in jedem Fixpunkt ein Karabiner eingehängt werden, anstatt durchzufädeln. Ansonsten bleibt der Aufbau gleich.
Ideal sind eine Dyneema-Bandschlinge (120 – 240 cm) oder eine offene, ca. 5 m lange Kevlarschlinge
Mit vernähter Schlinge an zwei Fixpunkten direkt gefädelt
Mit offener Dyneema- oder Kevlar-Reepschnur an vier Fixpunkten direkt gefädelt
Kombination mit zwei vernähten Bandschlingen an drei Fixpunkten
Winkel und Zugrichtung beachten
Gut: Die Kräfte werden dann gut aufgeteilt, wenn der Belastungswinkel möglichst spitz ist α ≤ 90° und die Zugrichtung stimmt.
Schlecht: α ≥ 120° flache Belastungswinkel, die Kräfte auf beide Fixpunkte werden grösser als die Belastungskraft selber