Einen grossen HMS-Karabiner wählen und die Seile mit Führerknoten verbinden.
Dieser wird in den HMS-Knoten hineingelassen und durch den Karabiner gedrückt und gezogen; er bleibt aber hängen.
In dieser Position müssen die Seilenden zwischen den Seilen durchgefädelt und der Knoten mit einem kräftigen Ruck durchgezogen werden
Verhauer und Rückzug an der letzten Umlenkung
Hat man noch mindestens die Hälfte des Seils übrig, kann am letzten erreichten Sicherungspunkt (Karabiner einhängen) durch Ablassen umgekehrt werden. Ein Klemmknoten am nach unten führenden Seil, der mitgeschoben wird, verhindert im Falle eines Versagens der Umlenkung einen weiten Sturz (2 x H!).
Improvisierten Abseilstand selbst einrichten
Ein Abseilstand muss den Anforderungen eines improvisierten Standes genügen. Beim Abseilen wirkt das zwei- bis dreifache Körpergewicht auf die Sicherungspunkte. Daher Abseilstand hintersichern und testen:
Der Schwerere seilt zuerst ab. Etwas wippen, um den Stand zu belasten. Muss notfalls abgeseilt werden oder ist der Abseilstand nicht fix eingerichtet, können folgende Möglichkeiten helfen:
Reepschnur um Zackenschlinge legen (einfachste und schnellste Methode, vgl. Zacken- und Sanduhrenschlingen links)
Mehrere vorhandene Haken und / oder mobile Sicherungen wie beim Tiroler Stand miteinander verbinden; Führerknoten als Umlenkung
Sanduhrschlinge an zwei stabilen, verklemmten, ganz verschlossenen Felsblöcken